Sonntag, 16.6.
Nun war ich fast zwei Wochen in Slowenien unterwegs und es war eine wunderschöne Zeit! Ich habe mich von Trieste ins Hochgebirge vorgearbeitet, viele nette Bekanntschaften geschlossen und die Slowenen als sehr gastfreundlich erlebt. Der Triglav-Nationalpark ist einfach einzigartig und ich wäre gerne noch länger hier geblieben, um noch mehr von diesem großartigen Gebirge zu erkunden.
Am Samstag habe ich dann schließlich über den Wurzenpass die Grenze zu Österreich überschritten und bin über das Dreiländereck ins Tal abgestiegen.
Nach 12 Tagen auf Wanderschaft habe ich am Sonntag einen Pausentag gegönnt – meinem eigentlichen Zeitplan bin ich sowieso einige Tage voraus. Die Pause war dringend nötig, damit mein Körper sich regenerieren und neue Kraft tanken kann. Dennoch weiß ich an diesem freien Tag plötzlich nichts mit mir anzufangen. Bisher hatte ich immer einen geregelten Tagesablauf und war den ganzen Tag zu Fuß unterwegs. Mit so viel Ruhe muss ich erst einmal lernen, umzugehen. Ich nutze die Zeit zum Nachdenken, telefonieren und Tagebuch schreiben. Was allerdings fehlt ist jemand, mit dem ich mich über die Tour austauschen kann, der sie selber erlebt. Bisher habe ich bis auf Marina noch nicht so viele Leute getroffen, die in meine Richtung unterwegs sind.


