Mittwoch, 19.6.
Als ich am Morgen nach Naßfeld laufe, treffe ich Alex und Jean wieder. Beide sind genau so erstaunt wie ich, dass ich sie kurzzeitig überholt habe.
Da ich für heute jedoch andere Pläne habe, ist es nur ein kurzes Wiedersehen.
Meine Eltern kommen mich heute für einen Tag besuchen, um mich auf einem Teil des Weges zu begleiten. Gemeinsam steigen wir zum Kofelplatz Madritsche auf, mein Vater lässt es sich nicht nehmen, meinen Rucksack Probe zu tragen, mit Lebensmitteln müssten es nun wieder um die 16 kg sein.
Ich genieße es währenddessen, mal nur mit leichtem Gepäck zu wandern – fast schon ungewohnt.
Oben angekommen gönnen wir uns eine Pause auf der Kofelalm. Da hier auch eine Seilbahn hinauffährt, sind etliche Menschen unterwegs und die Terrasse wird mit lauter Musik beschallt, Almfeeling pur! Uns soll es nicht stören, wir essen in Ruhe und ziehen dann weiter unserer Wege. Meine Eltern sind noch motiviert, mich weiter zu begleiten, also steigen wir hinauf zu meinem Tagesziel, dem Rudnigsattel. Hier befindet sich eine kleine, niedliche, rote Biwakschachtel mit perfektem Blick auf die Berge. Im Inneren befinden sich 3-Stock-Betten und zur Not hätten hier 12 Leute Platz. Erstaunlich viel für diese kleine Blechdose.
Meine Eltern verabschieden mich am frühen Nachmittag und treten den Rückweg zum Auto an. Für den Nachmittag/Abend ist Gewitter angesagt, sie müssen sich also ranhalten!
Es war schön, für einen Tag mit meinen Eltern zu wandern und sich über vertraute Dinge zu unterhalten, daher werde ich diesen Tag in guter Erinnerung behalten.
Ich verkrieche mich später in meine Biwakschachtel, da es tatsächlich anfängt zu regnen und zu gewittern.









